{"id":25,"date":"2014-10-31T19:04:35","date_gmt":"2014-10-31T17:04:35","guid":{"rendered":"http:\/\/theophanu.unitas.org\/?page_id=25"},"modified":"2020-11-15T14:08:50","modified_gmt":"2020-11-15T12:08:50","slug":"nach-wem-wir-uns-benannt-haben-oder-auch-wer-ist-die-kaiserin-theophanu","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/?page_id=25","title":{"rendered":"Unsere Namensgeberin"},"content":{"rendered":"<div class=\"Stil1\" align=\"center\">\n<p align=\"left\"><em>Kaiserin Theophanu (960 \u2013 991 n. Chr.)<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p class=\"Stil6\">* ca. 960, nach manchen Angaben 955, im ostr\u00f6mischen Reich<br \/>\n\u2020 15. Juni 991 in Nimwegen<\/p>\n<p class=\"Stil3\" align=\"left\"><strong><br \/>\n<\/strong><br \/>\nKaiserin Theophanu stammte aus hohem byzantinischen Milit\u00e4radel und war eine Nichte des ostr\u00f6mischen Kaisers Johannes I. Tzimiskes. Bei ihre Verm\u00e4hlung mit dem deutschen Kaiser Otto II. wird sie von Papst Johannes XIII. zur Kaiserin gekr\u00f6nt und erh\u00e4lt den Titel \u201econsors regni\u201c (Mitregentin). Sie wird urkundlich h\u00e4ufig als \u201ecoimperatix\u201c (Mitkaiserin) bezeichnet.<\/p>\n<p><span class=\"Stil3\">Nach dem fr\u00fchen Tod ihres Mannes im Jahr 983 obliegt ihr die Vormundschaft f\u00fcr den dreij\u00e4hrigen Sohn und rechtm\u00e4\u00dfigen Herrscher Otto III. sowie Verantwortung f\u00fcr den Thron, der ihr von Heinrich dem Z\u00e4nker, einem Vetter Ottos II. streitig gemacht wurde. Ihr politisches Interesse und Geschick und ihre Durchsetzungskraft sicherten ihr jedoch gegen alle Widerst\u00e4nde ihre kaiserliche Rolle und das Erbe ihres Sohnes. Somit gilt sie als eine der einflussreichesten Herrscherinnen des Mittelalters.<\/span><\/p>\n<p class=\"Stil3\" align=\"left\">Ihr Anliegen war es, das von ihrem Mann verfolgte Herrschaftskonzept der &#8222;renovatio imperii romani&#8220; (Wiederherstellung eines von Papst und Kaiser gemeinsam geleiteten Reiches) weiterzuf\u00fchren und somit einen Kompromiss zwischen kirchlicher und weltlicher Herrschaft zu schaffen. Diese Vorstellung spiegelte sich auch sp\u00e4ter in der Politik ihres Sohnes wieder.<\/p>\n<p class=\"Stil3\" align=\"left\"><strong>Neben ihrer herausragenden politischen Rolle als selbstst\u00e4ndige Herrscherin und Mutter des zuk\u00fcnftigen Kaisers war Theophanu der Stadt K\u00f6ln in besonderer Weise verbunden.<\/strong><\/p>\n<p class=\"Stil3\" align=\"left\">Durch finanzielle Zuwendungen im kulturellen und religi\u00f6sen Bereich hinterlie\u00df sie vor allem in einer der \u00e4ltesten romanischen Kirchen K\u00f6lns, St. Pantaleon, ihre Spuren. Sie brachte weitere Reliquien des heiligen Pantaleon mit nach K\u00f6ln und betrachtete ihn als ihren Schutzpatron. Es wird angenommen, dass Kaiserin Theophanu ihn sehr verehrte und so eine enge pers\u00f6nliche Bindung zu dieser Basilika und Benediktinerabtei hatte.<\/p>\n<p class=\"Stil3\">Nach ihrem Tod am 15.06.991 in Nijmegen wurde sie auf eigenen Wunsch in St. Pantaleon beigesetzt und hat dort seither ihre letzte Ruhest\u00e4tte.<\/p>\n<p class=\"Stil3\">Kaiserin Theophanu \u201ebesa\u00df die Gabe, auseinanderstrebende Kr\u00e4fte zusammenzuf\u00fchren, zerstrittene Parteien zu vers\u00f6hnen und Frieden zu stiften. Von zeitloser G\u00fcltigkeit erscheint uns heute ihr politisches Konzept im Hinblick auf ein einiges Europa\u201c. So wird Theophanu in der Literatur beschrieben. Um an diese starke Frau, ihre Pers\u00f6nlichkeit und ihr Wirken zu erinnern, hat sich unser Verein ihren Namen gegeben. Doch auch lokal sind wir mit Theophanu eng verbunden, denn ihr Grab befindet sich in der benachbarten Kirche St. Pantaleon.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Kaiserin Theophanu (960 \u2013 991 n. Chr.) * ca. 960, nach manchen Angaben 955, im ostr\u00f6mischen Reich \u2020 15. 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