{"id":207,"date":"2016-03-04T11:50:12","date_gmt":"2016-03-04T09:50:12","guid":{"rendered":"http:\/\/theophanu.unitas.org\/?p=207"},"modified":"2021-04-12T20:48:24","modified_gmt":"2021-04-12T18:48:24","slug":"mein-weg-in-die-theophanu-teil-4-unserer-serie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/?p=207","title":{"rendered":"Mein Weg in die Theophanu &#8211; Steffi"},"content":{"rendered":"<p><em>Heute stellt Steffi ihren Weg in die Unitas und zur Theophanu vor!<\/em><\/p>\n<p>Das Thema Student*innenverbindungen begleitete mich schon lange vor meinem Studienantritt. Mein damaliges Wissen \u00fcber Korporationen hatte ich zum gro\u00dfen Teil aus B\u00fcchern und aus Gespr\u00e4chen mit Korporierten. Famili\u00e4r vorbelastet war ich auch so ein bisschen.. Mein Weg zur Unitas f\u00fchrte \u00fcber verschiedenste Korporationen unterschiedlicher Dachverb\u00e4nde, wodurch ich eine \u201eVorbildung\u201c \u00fcber verbindungsstudentische Besonderheiten und Gepflogenheiten erhielt.<\/p>\n<p>Dass ich sp\u00e4ter aktiv werden m\u00f6chte, stand schon fr\u00fch f\u00fcr mich fest, wo ich genau studieren wollte, noch nicht. Meine Wahl fiel auf K\u00f6ln, wohl eine der tolerantesten Verbindungsst\u00e4dte, insbesondere was die Akzeptanz von Damenverbindungen angeht.<\/p>\n<p>Selten wird einer korporierten Frau beim Couleurbesuch unterschiedlichster Korporationen diverser Dachverb\u00e4nde in K\u00f6ln einmal nicht die T\u00fcr ge\u00f6ffnet oder sie wird nicht wohlwollend empfangen. Dies ist in anderen St\u00e4dten ganz anders zu erleben.<\/p>\n<p>Oft wurde ich im Zuge dessen gefragt, wie es dazu kam, dass ich bei der Theophanu aktiv geworden bin.<\/p>\n<p>Verbindungen, welche M\u00e4nner aufnehmen, gibt es sehr viele in einer Stadt, f\u00fcr Frauen ist die Auswahl ziemlich eingeschr\u00e4nkt. Maximal gibt es drei M\u00f6glichkeiten. Zum einen in einem katholischen Damenverein des Unitas-Verbandes aktiv zu werden, zum Anderen in einer akademischen Damenverbindung, welche keinem Verband angeschlossen ist. Die dritte M\u00f6glichkeit ist es, in einer gemischten Verbindung aktiv zu werden, dort gibt es in der Aktivitas sowohl Damen als auch Herren. F\u00fcr mich stand fest, dass ich sp\u00e4ter in einem konfessionellen Verein aktiv werden m\u00f6chte, da mir der Glaube sehr wichtig ist und ich dies miteinander verbinden m\u00f6chte. W\u00e4hrend der gesamten Schulzeit habe ich mich zudem in der katholischen Kirche engagiert.<\/p>\n<p>Kurz vor meinem Studienbeginn erfuhr ich durch einen befreundeten Korporierten, dass es im K\u00f6lner Unitas-Ortsverband nicht nur Herrenvereine, sondern auch einen Damenverein gibt. Bei diesem wollte ich mich, sobald ich in K\u00f6ln bin, vorstellen. Ich f\u00fcllte den Online-Bewerbungsantrag f\u00fcr das Unitas-Studentenwohnheim aus und freute mich, als ich nach einigen Tagen vom damaligen Heimleiter einen Besichtigungstermin bekam. Leider gab es zu dem Zeitpunkt kein freies Zimmer, aber ich kam auf die Warteliste und konnte einige Wochen sp\u00e4ter einziehen, da ein Aktiver des Herrenvereins etwas fr\u00fcher aus seinem Zimmer auszog. War ich fr\u00fcher nur eine Beobachterin des korporativen Geschehens, so war ich nun ein Teil davon.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst war ich Sp\u00e4hfux und freute mich auf den Tag, an dem ich den Bierdeckel untergelegt bekommen w\u00fcrde und somit den Antrag, Mitglied der Theophanu zu werden, stellen k\u00f6nnte. Nach dem unterschriebenen Deckel folgte die Fuxenzeit, und seitdem die Damenzeit. 2,5 Jahre lebte ich auf dem Unitas-Haus. Eine Zeit voller unterschiedlicher Erfahrungen und Erlebnisse, eine Zeit die mich gepr\u00e4gt hat und die ich nicht missen m\u00f6chte. Es war korporativ einiges los, viele Kneipen wurden gefeiert, lange Gespr\u00e4chsabende im Fernsehraum mit Bundesbr\u00fcdern und Bundesschwestern, Couleurbesuche sp\u00e4t nachts, die mich im wahrsten Sinne des Wortes Dank der Zimmerklingel aus dem Bett klingelten und noch vieles mehr&#8230; Der bisherige H\u00f6hepunkt meiner Aktivenzeit war f\u00fcr mich mein Seniorat. Die Verantwortung, ein Semesterprogramm zu erstellen und mit eigenen Ideen zu f\u00fcllen, das Semester zu organisieren, so dass die Veranstaltungen alle passend und ohne Vorkommnisse stattfinden, kann anstrengend sein, aber auch sehr erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Einen gro\u00dfen Anteil zum Gelingen tragen nat\u00fcrlich in erster Linie die Conchargen bei, die einen als Team unterst\u00fctzen, aber auch die gesamte Aktivitas, ohne die gar nichts m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Ich habe sowohl im Unitas-Verband als auch durch zahlreiche Couleurbesuche bei anderen Korporationen viele interessante Menschen kennenlernen d\u00fcrfen und Sachen erlebt, welche man nur schwer nachlesen kann. Weiterhin habe ich einige gute Freund*innen gefunden, mit denen ich nicht nur Ansichten und Wertvorstellungen teile, sondern mit denen ich Spa\u00df haben kann und auch den ein oder anderen couleurstudentischen Schabernack getrieben habe.<\/p>\n<p>Durch die Unitas habe ich eine zweite Familie gefunden. In jeder deutschen Stadt, in der es Bundessschwestern oder Bundesbr\u00fcder gibt, wird man herzlich empfangen. Was uns alle eint, ist der gemeinsame Glaube, eine Gemeinschaft zu der jede*r Einzelne*r etwas beitragen kann, das gemeinsame Werteverst\u00e4ndnis und der gemeinsame Grundgedanke, das Lebensbundprinzip.<\/p>\n<p>Eine solche Gemeinschaft und Einheit in der heutigen oberfl\u00e4chlichen, schnelllebigen Welt zu finden und f\u00fcr sich zu entdecken hat mein Leben sehr bereichert und kann ich jeder*m nur empfehlen.<\/p>\n<p>Wenn ich in 10 oder 20 Jahren als Hohe Dame auf dem Unitas-Haus in K\u00f6ln vorbeischaue, wei\u00df ich schon jetzt, dass ich von den Aktiven herzlich empfangen werde. Wir werden auch gleich Gespr\u00e4chsthemen finden, da das Grundverst\u00e4ndnis und die Mentalit\u00e4t die gleiche sind.\u00a0Man kann sich viel \u00fcber Verbindungen anlesen, um jedoch zu verstehen, wie es ist aktiv und Teil dieser Gemeinschaft zu sein, muss man es erlebt haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Heute stellt Steffi ihren Weg in die Unitas und zur Theophanu vor! Das Thema Student*innenverbindungen begleitete mich schon lange vor meinem Studienantritt. Mein damaliges Wissen <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/theophanu.unitas.org\/?p=207\" title=\"Mein Weg in die Theophanu &#8211; Steffi\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":211,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-207","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=207"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/207\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1000,"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/207\/revisions\/1000"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/211"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/theophanu.unitas.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}