Der Unitasverband


„Kennst du einen, kennst du alle…oder?!“

Studentenverbände haben Tradition. Das sieht jeder, spätestens, wenn sie bei bestimmten Gelegenheiten öffentlich auftreten: Altertümliche Kleidung, Fahnen, Säbel, alles, was eben dazugehört. Schnell drängt sich das sichere Urteil auf: „Die sind alle gleich – also alle in einen Topf.“ Doch Achtung: Wer auf eigene Faust versucht, die sehr unterschiedlichen Verbände auseinander zu halten, erleidet leicht Schiffbruch: Groß ist das Angebot, unübersichtlich die feinen, aber entscheidenden Unterschiede.
Auf diese Unterschiede zu schauen, ist wichtig: Die Verbände selbst tun es, die Mitglieder tun es. Sicher also auch jemand, der mehr über einen bestimmten Verband erfahren will.

Der älteste katholische Studentenverband Deutschlands

Als erster der traditionellen Korporationsverbände öffnete sich die UNITAS auch für Studentinnen. Momentan existieren Studentinnenvereine in Marburg, Bonn, Gießen, Köln, Heidelberg, Essen und Münster. Der 1855 von Bonn und Tübingen aus begründete und älteste katholische Studenten- und Akademikerverband Deutschlands zählte als einer der größten Korporationsverbände in Deutschland und Österreich vor dem zweiten Weltkrieg fast 70 aktive Ortsvereine zwischen Königsberg und Straßburg, Innsbruck und Paris. Er wurde 1938 von den Nazis als „staatsfeindliche Organisation“ verboten.
Dem 1947 wieder konstituierten Verband gehören gegenwärtig 46 UNITAS-Vereine an über 30 deutschen Hochschulen an, in denen fast 900 Studenten aller Fakultäten zusammen leben, studieren und arbeiten 7000 ehemalige Aktive sind in 62 Altherrenvereinen und 164 Ortszirkeln zusammengeschlossen.

Die UNITAS ist Mitglied der Katholischen Akademikerarbeit Deutschlands (KAD) und im Zentralrat der Deutschen Katholiken (ZdK) vertreten. Der Studentenverband arbeitet neben der Mitgliedschaft im Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit den anderen katholischen Studentenverbänden in der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Studentenverbände (AGV) und im Europäischen Kartellverband Christlicher Studentenvereine (EKV) zusammmen.

Prinzipiell gesehen…

Die UNITAS drückt ihr Selbstverständnis in ihren 3 Prinzipien aus. Diese sollen allen Mitgliedern als Leitfaden dienen.

Virtus (Tugend)

Eine von christlichen Werten geprägte Lebensführung, zu der soziales Engagement, Toleranz und Zivilcourage gehören. Dieses Prinzip soll aber ausdrücklich genügend Freiraum für den Glauben jedes Einzelnen lassen.

Scientia (Wissenschaft) 
                       

Ein Bildungsstreben, welches durch fächerübergreifende Diskussionen und Informationen ein umfassendes Allgemeinwissen vermittelt. Dies wird dadurch ermöglicht, dass Studentinnen und Studenten verschiedener Fakultäten zusammenkommen und sich in Wissenschaftlichen Sitzungen über neue Themengebiete informieren.

Amicitia (Freundschaft)                       

Ein intensives Zusammengehörigkeitsgefühl, aus dem Freundschaften für das ganze Leben hervorgehen. Es ist eine freundschaftliche Verbundenheit von jüngeren und älteren Unitarierinnen und Unitariern, welche eine weitergehende Auseinandersetzung auch über Generationen hinweg ermöglicht. Darunter verstehen wir den Austausch von Erfahrungen und Meinungen in einem geselligen Rahmen, an dem beide Seiten gewinnen.

Nützliches und Interessantes:

Vollständige Geschichte der UNITAS
Eine ausführliche Geschichte der Studentenverbindungen und des Unitas Verbandes finden Sie unter www.unitas.org

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